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Tinnitus

Geht es Ihnen auch so, dass Sie mit dem Kopf gegen die Wand rennen könnten?
Geht es Ihnen auch so, dass Sie nicht mehr richtig schlafen können?
Geht es Ihnen auch so, dass Sie lieber schweigen, weil Sie ja doch keiner versteht?

Dann können wir uns die Hand reichen. Jedenfalls war das meine Situation vor einigen Jahren. 1990 hatte ich einen schweren Autounfall, mein rechtes Gleichgewichtsorgan hat dabei erheblich gelitten und mein Tinnitus war geboren.

Interessant war für mich, dass ich nun die Seite des Patienten kennen lernte, die andere Seite war mir ja bekannt. Viele Jahre schon hatte ich Tinnitus-Patienten versorgt. Nun aber war ich auf die Hilfe anderer (wenn ich sie bekommen hätte) angewiesen. Immer wieder die gleiche Aussage: „Damit müssen Sie leben.“ Und in meinem Fall kam schon fast vorwurfsvoll hinterher „ …..wie Sie ja wissen.“ Na toll, was kann ich dafür, dass ich einen Beruf erlernt habe der sich mit Tinnitus und Schwerhörigkeit beschäftigt. Darf man da nicht krank werden? Nach der Phase der Resignation kam die Phase: dann helfe ich mir eben selbst.

„Damit müssen Sie leben!“ Die Aussage kennen Sie auch? Gut, nicht wahr? Den Umkehrschluss zu dieser Aussage wollte ich mir nie vorstellen. Also gut, wir wollen damit leben. Aber wie? Ich will mich hier gar nicht weiter auslassen

zu den theoretischen, medizinischen und wissenschaftlichen Aussagen vieler Experten. Die können Sie im Internet im Überfluss finden. Mich interessieren nur die praktischen Anwendungen, Ergebnisse und Aussichten.

Die Überlegung, dass die Tinnituswahrnehmung ursächlich durch ein Störsignal (Tinnitus) geschieht, dass vom Innenohr über die Hörnervenbahnen zum Gehirn gelangt legen wir für die weitere Betrachtung zugrunde. Normalerweise würden solche Signale gefiltert. Aber gehen wir einmal davon aus, dass die Störsignale, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr gefiltert werden. Wie alle akustischen Eindrücke, werden auch diese Störsignale über eine bestimmte Region in unserem Gehirn, das limbische System, geleitet. In diesem System werden akustischen Signalen, wie z.B. Musik, eine bestimmte subjektive Bedeutung gegeben. Daher können wir bei bestimmter Musik Freude oder auch Trauer empfinden. Den Störgeräuschen wird in der Regel eine negative Empfindung zugeordnet. Jedes Mal, wenn dieses Störsignal wahrgenommen wird, reagiert das Gehirn mit dieser negativen Empfindung. Daher leiden fast alle Patienten unter dem Tinnitus.

Gut, jetzt haben wir verstanden warum es uns so geht, wie es uns geht. Natürlich, jetzt kommt Frage „Was tun?“. Nun ja, ein Patentrezept gibt es nicht. Aber vielen Patienten könnte geholfen werden, wenn Sie bereit sind aktiv mitzuarbeiten.

Die Erfahrungswerte, die wir über viele Jahre in der Westerwaldklinik sammeln konnten, flossen in unsere Verfahrensweise ein.
Auch die wissenschaftliche Arbeit von Frau Dr. Corinna Stobik:

"Psychosomatische Belastungsfaktoren bei kompensiertem und dekompensiertem Tinnitus", haben unsere Strategien zur Tinnitusreduzierung beeinflusst.

In unserer Anpass-Strategie stehen Sie als Betroffener im Vordergrund. Wir stehen Ihnen zur Verfügung wenn Sie es wünschen. Eine „Zehnerkartenlösung“, also regelmäßige Termine, wechselnde Anlaufstellen, die nur die Stresssymptomatik vergrößern, sollen bewusst entfallen.
Ich habe mich bei meinen ersten Erfahrungen mit Tinnitustherapien darüber geärgert, dass ich immer wieder mit Terminen überschüttet wurde. Eigentlich wollte ich meine Ruhe haben. Immer wenn ich Termine haben wollte, dauerte es Wochen bis ich einen bekam. Das Problem hatte ich aber jetzt und nicht erst in einigen Wochen.

Daher versuchen wir bei unserem Konzept innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen zu sein oder wenigstens telefonisch erst einmal helfen zu können.
Welche Strategie wir bei Ihnen anwenden richtet sich nach Ihrem Tinnitustyp.

Unser Verfahren wurde von verschiedenen Krankenkassen unter die Lupe genommen. Innerhalb eines Sozialgerichtsverfahrens, das sich mit der Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen beschäftigte, wurde ein wissenschaftliches Gutachten der
HNO-Universitätsklinik Köln in Auftrag geben. Hier wurde in diesem Fall der Erfolg unseres Verfahrens belegt.

Wir wollen uns aber sachlich mit der Thematik der Tinnitusversorgung auseinandersetzen und halten von überzogenen Erfolgsberichten nichts. Die Erfolge sind sehr unterschiedlich. Wir betonen ausdrücklich, dass wir auch nicht vorhersagen können wie gross der Erfolg in jedem Einzelfall sein kann, aber ein Versuch ist es ja auf jeden Fall wert und unsere jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich kommt Ihnen auf jeden Fall zugute.